Pflege & Reinigung Ihrer Lederbekleidung
Gutes Leder verzeiht eine Menge
Damit Sie lange Freude an Ihrer Lederhose, Weste oder Jacke haben: Hier finden Sie unsere Tipps zu Pflege und Reinigung – aus vielen Jahren Erfahrung in unserer Manufaktur.
Pflege
Zunächst müssen Sie gar nichts tun. Mit der Zeit bildet sich eine Patina: Das Leder wird an den beanspruchten Stellen »speckig« und verändert auch seine Farbe. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang und schadet dem Material nicht.
Unser Hirschleder ist ausschließlich sämisch gegerbt. Es wird mit natürlichen Gerbstoffen und Färbemitteln hergestellt und traditionell nur an der Oberfläche gefärbt. Deshalb kann es – vor allem bei dunklen Ledern – abfärben. Auch das liegt in der Natur der Sache und ist kein Qualitätsmangel.
- Mit einem handelsüblichen Imprägnierspray, wie Sie es auch für Wildlederschuhe verwenden, verringern Sie die Aufnahme von Feuchtigkeit.
- Langfristig empfehlen wir ein Pflegespray. So bekommt das Leder die Nährstoffe zurück, die es durch UV-Strahlung, Wind und Wetter verliert. Spätestens wenn es sich trocken statt geschmeidig anfühlt, ist es Zeit dafür – sonst kann es brüchig werden.
- Nass geworden? Legen Sie die Kleidung auf einen Wäscheständer und lassen Sie sie langsam trocknen. Nicht auf die Heizung – sonst wird das Leder hart!
Glattlederbesätze pflegen: Hat Ihre Bekleidung Besätze aus Nappaleder (Glattleder), pflegen Sie diese mit einem Lederöl wie unserem COLOURLOCK Elephant Lederöl. Aber Vorsicht: Behandeln Sie damit wirklich nur die Glattlederteile! Velourleder würde viel zu viel Öl aufsaugen – die Lederfasern werden zu weich, und die Haltbarkeit leidet.
Reinigung
- Schweiß und Blut (wenn überhaupt nötig) sofort mit kaltem Wasser auswaschen. Ist ein solcher Fleck einmal eingetrocknet, geht er nicht mehr heraus.
- Erde und Schmutz lassen sich im trockenen Zustand einfach ausbürsten.
- Fettflecken mit Schulkreide einreiben und kreisend mit einem weichen Lappen entfernen.
- Frische Harzflecken kleinflächig mit Butter einreiben und mit einem Spezialwaschmittel auswaschen.
Hirschleder oder Rindleder?
Bei Hirschleder raten wir grundsätzlich von einer kleinflächigen Reinigung per Hand ab: Durch das Reiben wird die Farbe ausgewaschen, und es bleibt ein heller Fleck. Waschen Sie im Bedarfsfall lieber das ganze Kleidungsstück in der Maschine. Auch dabei verändert sich die Farbe etwas – aber gleichmäßig, sodass es kaum auffällt.
Rindleder (Laponia-Leder) dagegen können Sie ruhig kräftig bearbeiten, zum Beispiel mit einem Küchenschwamm. Hier kommt es kaum zu Farbverlusten.
Die Wäsche in der Maschine
Reichen die Tipps oben nicht aus, können Sie die gesamte Lederbekleidung im Wollprogramm der Waschmaschine mit einem Spezialwaschmittel waschen. Vorher empfiehlt es sich, das Leder mit einem Farbfixierer zu behandeln – beides gibt es zusammen im Waschset.
Danach wie oben beschrieben trocknen lassen und ab und zu an den Nähten entlang in Form ziehen, denn das Leder läuft beim Waschen etwas ein. Ist es nach dem Trocknen etwas steif, ist das normal – das gibt sich nach kurzem Tragen.
Sie haben noch Fragen zur Pflege, Reinigung oder Lagerung? Rufen Sie uns an unter 09762 931310 – wir helfen Ihnen gern weiter.
Zu Reinigung & Pflege →Mehr zum Leder →Zur Lederbekleidung →